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Eine Infoseite zur Klumpfußbehandlung nach Ponseti
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Die liebe Bürokratie

Wie nicht schwer zu erraten ist, gibt es auch bei Klumpfüßen durchaus einiges an Bürokratie zu erledigen. Es hält sich aber in Grenzen…

Überweisungen:

Wenn in einer Klinik behandelt wird, braucht man in aller Regel eine Überweisung. Manchmal reicht eine vom Kinderarzt, oft muss sie von einem niedergelassenen Orhopäden sein. Immer nachfragen, bevor man zum Termin kommt! Je nach dem muss man sich dann noch einen niedergelassenen Orthopäden suchen.

Krankenkasse:

Generell übernimmt die Krankenkasse die Behandlungskosten, egal ob gesetzlich oder privat. Privat kann ein Klumpfußkind nur versichert werden, wenn das vor der Geburt geschieht, ansonsten wird der Klumpfuß von der Versicherung ausgeschlossen. Manche privaten Kassen erstatten sogar die Fahrtkosten.

Manchmal kann es zu Schwierigkeiten kommen, wenn eine KK bestimmte Orthesen nicht anerkennen will, dann muss der Arzt eine Begründung schreiben. Die Schienen für die Ponseti-Behandlung (ALFA-Flex oder Denis-Browne) werden mittlerweile weitläufig anerkannt, bei Problemen kann man sich auf andere Kinder und deren Krankenkassen berufen, deren Schienen bezahlt wurden.

Anerkennung des Grades der Behinderung:

Dieser Punkt hört sich erschreckend an, aber es wird für Klumpfüße ein Grad der Behinderung (GdB) anerkannt. Je nach Höhe gibt es dann ab 30% einen Pauschbetrag, den man von der Steuer absetzen kann. Beim zuständigen Versorgungsamt kann man sich ein Formular besorgen. Dazu muss der Arzt noch eine Begründung schreiben, vielleicht ist es hilfreich, wenn man ihm erklärt, dass es einem nicht um die Behinderung sondern um die Steuererleichterung geht (manche Ärzte formulieren so ungünstig, dass nichts anerkannt wird…).

Hier findet man die Adressen der Versorgungsämter: www.versorgungsaemter.de. Es dauert mehrere Wochen, bis man einen Bescheid bekommt. Wenn der GdB unter 30% angesetzt wird oder der Antrag gar abgelehnt wird, sollte man ruhig Einspruch einlegen. Genauso sollte man nicht, wie auf dem Formular vorgeschlagen, die ärztlichen Unterlagen selbst besorgen und einsenden (das soll angeblich das Verfahren verkürzen), da das einiges kosten kann.

Steuererklärung:

Bei der Steuererklärung kann man den GdB angeben (wenn man ihn beantragt hat), außerdem kann man die Fahrtkosten zu den Behandlungsterminen absetzen. Dazu sammelt man am besten alle Belege (Quittungen vom Parkhaus, Bahnfahrkarten o.Ä.) und listet alle Fahrten auf.