Ponseti-Füße
Ponseti-Füsse
Eine Infoseite zur Klumpfußbehandlung nach Ponseti
Theorie und Praxis > Baby mit Gips
Home
Forum
Der Klumpfuß
Die Behandlung
Ponseti
Theorie
und Praxis
Schwanger mit Klumpfußbaby?
Ein Klumpfußkind - was nun?
Baby mit Gips
Baby mit Schiene
Ausstattungs-
Tipps für Klumpfußkinder
Die liebe
Bürokratie
Sammelsurium
Gästebuch

Das Baby mit Gips

Wenn Ihr Kind die ersten Gipse bekommen hat, gibt es einige Dinge zu beachten. Einiges wird Ihnen auch vom Orthopäden gesagt, aber im "Eifer des Gefechts" bekommt man doch nicht immer alles mit.

  • Manchmal sitzt ein Gips nicht richtig und muss wieder entfernt werden (das kann auch beim besten Orthopäden passieren). Folgende Anzeichen können darauf hinweisen:
    • Die Zehen werden nicht mehr richtig durchblutet. Wenn man auf die Zehen drückt, sollten sie normalerweise nur kurz weiß werden und dann wieder rosig (kalte Zehen allein sind keine Hinweis auf mangelnde Durchblutung). Sind die Zehen bläulich oder sogar blau, muß der Gips so schnell wie möglich entfernt werden.
    • Wenn das Kind mit dem Gips ungewöhnlich viel schreit und/oder sich nicht beruhigen lässt. Dann hat es vermutlich Schmerzen, die vom schlechten Sitz des Gipses herrühren können. Lieber einmal mehr einen neuen Gips anlegen lassen, auch wenn man das mit Nachdruck durchsetzen muß (das Kind im Gips hat immer Recht und Ihr Elterninstinkt auch!).
    • Wenn der Gips verrutscht, muss ein neuer angelegt werden. Sonst kann es zu Druckstellen kommen, außerdem ist die richtige Korrektur nicht gewährleistet.
    • Wenn das Kind den Gips durch Strampeln beschädigt, sollte man schauen, ob der Gips noch stabil ist oder das Bein/der Fuß zu viel Bewegungsspielraum hat. Ist er noch stabil genug, kann man die beschädigte Stelle auch mit Gipsbinden aus der Apotheke "flicken".
    • Es gibt Kinder, die sich aus fast jedem Gips herausstrampeln… auch dann muß natürlich ein neuer angelegt werden!
    • Im Zweifelsfalle lieber einmal mehr zum Arzt gehen!
  • Vor allem im Winter darauf achten, dass das Kind nicht auskühlt. Der Gips braucht ca. 24 Stunden, bis er komplett trocken ist. Solange sollte man das Kind gut warmhalten (eine Wärmflasche oder ein Kirschkernkissen kann dabei gute Dienste leisten).
  • Beim Hochheben darauf achten, dass die Beine im Gips nicht zusehr baumeln, lieber mit einem Arm unterstützen.
  • Im Sommer, wenn sehr warm ist, können die Beine eher anschwellen und es zu Durchblutungsstörungen kommen. Die Zehen beobachten und ggf. die Beine hochlagern.
  • Auf keinen Fall den Gips am Tag vor dem Termin entfernen. Die gewonnene Korrektur kann sehr schnell wieder verlorengehen und das die Behandlung zurückwerfen.
  • Zu den Gipsterminen Hautpflege für die Beine mitnehmen, die man "zwischen" den Gipsen auftragen kann. Je nach Vorliebe kann das z.B. Weleda Massageöl oder Bepanthen-Salbe sein, nur sollte es nicht zu sehr "pappen", da der Gipser den Baumwollschlauch über das Bein ziehen können muss.
  • Wenn eine Vorsorge-Untersuchung ansteht und das Kind gewogen werden soll: Beim nächsten Gipswechsel die alten Gipse mitnehmen, damit man sie wiegen und so das "Nettogewicht" des Kindes ermitteln kann!
  • Manche Krankenhäuser entfernen den Gips grundsätzlich mit der Gipssäge. Wem das unsympatisch ist, kann auch auf folgende Alternativen zurückgreifen:
    • Den Gips mit einer Gipszange (Rabenschnabel) entfernen lassen oder selbst entfernen (sich dafür den Rabenschnabel geben lassen)
    • Den Gips für ca. 1/2 Stunde in Wasser (noch besser: Essigwasser) einweichen und wenn er weich ist (sich eindrücken lässt) mit der Gipsschere aufschneiden lassen. Das Einweichen kann auch auf dem Weg zum Termin geschehen, nasses Tuch oder Waschlappen drumwickeln, Plastiktüte drüber, oben Gummis drum, warm einpacken und los gehts…
  • Ältere Geschwister haben viel Spaß daran, die Gipse mit Filzstiften zu bemalen…